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Stand: 22.08.2017

Gemeinsam fit in die Zukunft

Interkulturelle Gesundheitsförderung in aufsuchender Bildungsarbeit 

(abgeschlossen)

Leitziel des Projekts:

Stärkung des Vorsorgegedankens durch Vermittlung von "Health Literacy", Heranführen an Angebote und Empowerment von gesundheitlich besonders stark belasteten und sozial benachteiligten Migrantinnen.

„Gemeinsam fit in die Zukunft“ www.fitzu.at
ist ein zielgruppenspezifisches Vorsorge- und Zugangsprojekt für eine Bevölkerungsgruppe, die einerseits als "schwer erreichbar" bekannt ist und gleichzeitig besonders stark und mehrfach gesundheitlich belastet ist.

Zielgruppe:

Die Frauen haben durchschnittlich mehr als 2 Kinder, kaum Schulbildung, nur wenige sind berufstätig und sie haben umfangreiche Betreuungspflichten. Viele von ihnen sind auch pflegende Angehörige, da sie traditionell für die Betreuung sämtlicher Familienmitglieder zuständig sind. Erfahrungsgemäß lesen sie keine Informationsmaterialien und sind kaum in der Lage, selbstständig gesundheitsrelevante Aktivitäten zu setzen.

Gleichzeitig sind die Frauen jedoch sehr daran interessiert, das Bestmögliche für die Gesundheit ihrer Kinder und Familien zu tun. Aus eigener, oft schmerzlicher Erfahrung, wissen die Zielpersonen, dass sie mehr für die eigene Gesundheit tun sollten. Was ihnen fehlt, ist der Zugang zu den entsprechenden Informationen, Einrichtungen und Angeboten.

Arbeitsweise:

Gearbeitet wird aufsuchend (Geh-Struktur) mit zweisprachigen, zielgruppennahen und geschulten Multiplikatorinnen - den Tutorinnen. Diese sprechen die Frauen in deren Wohnumfeld an, informieren sie über das Projekt und nehmen sie in die Programmbetreuung auf. Da sie selbst Mütter sind und aus ähnlichen soziokulturellen Verhältnissen kommen wie die Zielgruppe, werden die Tutorinnen in kurzer Zeit zu Vertrauenspersonen.

Die Betreuung der Teilnehmerinnen erstreckt sich über einen Zeitraum von 9 Monaten. Sie beginnt mit den ersten, intensiven Kontakt-, Informations- und Aufnahme-gesprächen (Akquise) im Wohnumfeld der Zielgruppe. Danach werden die Teilnehmerinnen im 14-Tage-Rhythmus in Kleingruppen betreut. In diesen Mütterrunden bei einer der Frauen zuhause setzen sie sich unter Anleitung der Tutorinnen mit gesundheits- und zielgruppenrelevanten Info-Materialien auseinander und die Tutorinnen begleiten sie zu Workshops mit Gesundheitsfachleuten sowie bei Exkursionen, z.B. zu Frauenberatungsstellen oder Vorsorgeuntersuchungen.

Programmzielsetzungen:

  • Steigerung der gesundheitlichen Chancengleichheit und der Ressourcen der betreuten Frauen und ihrer Familienangehörigen
  • Steigerung von Lebensqualität und Lebenskompetenzen
  • Verhaltens- und Verhältnisprävention
  • Erhöhung der Gesundheitspotenziale durch verbesserten Zugang zu Gesundheitseinrichtungen und Informationen über gesundheitsförderndes Verhalten, Möglichkeiten der Gesundheitsvorsorge und Umgang mit dem Gesundheitssystem